Freunde und die, die es mal waren

Als wir noch Kinder waren, da war es so einfach Freunde zu finden. Weil man in der Schule nebeneinander saß. Oder weil die Eltern befreundet waren. Kinder schaffen es immer auf irgendeiner Eben zueinander zu finden. Damals habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht. Über Freundschaften und was sie einmal für mich bedeuten würden. Heute mit 25 ist das anders. Ich fühle mich gesegnet, kenne meine längste Freundin bereits seit über zwanzig Jahren. Ein Privileg. Das sind Freunde, die mich schon so lange kennen, dass sie jede meiner Lebensphasen miterlebt haben…

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Kindheit, wo wir zusammen draußen gespielt haben, durch den Wald gestreunt sind. Die miterlebt haben, wie sich meine Eltern getrennt haben. Kindergeburtstage. Voller Vorfreude heiße Plätzchen aus dem Ofen holen und sich dabei den Mund verbrennen. Schneemänner bauen.

Als Teenager, wo Jungs auf einmal interessant wurden. Die ersten Parties inklusive Alkohol. Poolparties. Wild sein. Sich ausprobieren und erwachsen werden. Langsam. Das erste Mal die Eltern belügen, dann der erste Kuss. Alles neu und aufregend. Aber auch die ersten Brüche in der Freundschaft. Wege trennen sich auf einmal, Schulwechsel belasten die Clique. Der Freundeskreis erweitert sich. Darunter Menschen, ohne die ich mir mein Leben heute gar nicht mehr vorstellen kann. Weggefährten, die einen zwar erst später, dafür aber umso intensiver kennen gelernt haben.

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Und heute, als Erwachsene weiß ich nach so vielen Jahren und so vielen Erfahrungen endlich wer meine wahren Freunde sind. Auf wen ich wirklich immer zählen kann. Wen ich vermisse und wer einfach zu mir gehört. Diese Freundschaften muss man pflegen. Auch das habe ich gelernt. All diese Bekannten aber, die schmeiße ich einen nach dem anderen aus meinem Leben. Nicht aus Boshaftigkeit, sonder viel mehr aus Zeit und Energiegründen. Viel wichtiger ist es mir, meine Freunde mit so viel Liebe zu überhäufen, wie es mir nur möglich ist. Denn sie verdienen nur das Beste.

 

2 Gedanken zu “Freunde und die, die es mal waren

  1. Was für ein schöner und ehrlicher Beitrag!
    Mit den Jahren wachsen wirklich auch die gemeinsamen Erlebnisse und Erfahrungen und ich kann dir nur zustimmen, diese Schätze muss man wirklich pflegen! 🙂
    Hab einen schönen Abend
    Laura

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