Nordirland in 48h

Kennt ihr das Titellied von Game of Thrones? Ja? Gut. Dann stellt euch vor, dieses Lied wäre ein Land. Rustikal, wunderschön und mit einem schelmischen Augenzwinkern – willkommen in Nordirland. Alles was ich im Folgenden mit euch teile haben wir in 48 Stunden, also zwei Tagen erlebt. Seid ihr bereit? Los gehts:

DSC036791. Belfast

Mit dem Auto sind wir knapp zwei Stunden von Dublin in die nordirische Hauptstadt gefahren. Dort haben wir im höchsten Gebäude der Stadt, dem Obeltower, übernachtet. Kaum angekommen wollten wir sofort los und diese geschichtsträchtige Stadt besichtigen. Von meiner lieben Freundin Moni hatte ich den Tipp, dass es eine Taxitour gibt, bei der einem einheimische Fahrer an die wichtigsten Orte des nordirischen Konfliktes bringt. Für alle, die nicht ganz im Thema sind: auf Zeit Online gibt es eine gute Zusammenfassung der Geschehnisse (http://www.zeit.de/news/2017-03/04/wahlen-der-nordirland-konflikt-04104207). Alle wichtigen Infos (wie zB Preise, Ortsnamen usw) findet ihr am Ende des Blogposts nochmal zusammen gefasst. Die Tour mit dem BlackCab kann ich wirklich JEDEM ans Herz legen. Danny, unser Fahrer war super informiert und hat versucht so weit es ging neutral zu berichten. Man sieht Belfast auf eine bequeme Art und Weise (es war super kalt an diesem Tag) und kann viel mehr ansehen, als wenn man es zu Fuß besichtigen würde.

Über Belfast an sich kann ich nur sagen: fahrt hin. Es ist bestimmt nicht die aufregendste oder schönste Stadt. Aber ich bin der Meinung, dass viel mehr Europäer dieser Stadt Aufmerksamkeit schenken sollten. Von Belfast lässt sich außerdem dieses wunderbare Land am besten erkunden und die Strecken vor Ort sind kaum der Rede wert.

2. The Dark Hedges

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Die Kingsroad ist für alle Game of Thrones Fans (wie mich zum Beispiel) ein absolutes Muss. Die Kingsroad/Dark Hedges, ist eine von uralten Buchen gesäumte Allee und gehört zu einem der meistfotografierten Naturwundern Nordirlands. Zu Recht wie ich finde. Mein Tipp: kommt am besten früh morgens, dann habt ihr nicht so viele andere Touristen auf euren Bildern. Ach ja: wenn ihr Jon Snow irgendwo seht, bitte sagt mir Bescheid 😉

3. Bushmills/ Giants Causeway

Nachdem wir uns ganz klassisch mit Fish&Chips gestärkt haben, ging es als nächstes zum  Dunluce Castle.

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Unsere Unterkunft, ein schnuckeliges Cottage, lag glücklicherweise nur ein paar Autominuten von Dunluce entfernt. Mit Guiness, Kaffee und dem aus der Gegend stammenden „Black Bush“ Whiskey haben wir es uns in unserer neuen Bleibe gemütlich gemacht und ein typisches Stew gekocht. Das Cottage hatte sogar einen kleinen Ofen mit dem man einheizen konnte und war genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Mit einem Buch vor dem Kamin und einem Guiness in der Hand habe ich richtig die Seele baumeln lassen können. Die Jungs waren währenddessen mit Whiskey auf Erkundungstour, denn die Landschaft rund um Bushmills eignet sich ideal für lange Küstenspaziergänge inklusive Sonnenuntergang.

Am nächsten Morgen waren wir vor dem großen Andrang zu Fuß beim Giants Causeway.  Die Nordiren haben sich für die Entstehung dieses Weltnaturerbes eine witzige Geschichte ausgedacht, die mir nicht ganz schlüssig erscheint. Bei der Wanderung Richtung Giants Causeway kamen wir uns tatsächlich ganz klein vor im Vergleich zu den „Riesen“.

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4. Carrick-a-Rede

Wir hatten von einer Hängebrücke zwischen einer kleinen Insel und dem Festland gehört. Leider waren wir davon aber eher enttäuscht. Die Brücke ist super kurz und nicht für die Touristenmassen ausgelegt, die jeden Tag kommen. Die Insel auf die man dank der Brücke kommt bietet nicht wirklich viel, sodass man umgerechnet 10 Euro für 60 Sekunden Brückenüberquerung (unter Stress, denn die Leute warten ja) zahlt. Wenigstens hat mein Freund noch einen Delphin gesehen, was alles wieder wett gemacht hat. Darrick-a-Rede kann man also machen, muss man aber nicht.

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48 Stunden Nordirland – mein Fazit…

Wir waren alle total begeistert davon, was Nordirland vor allem landschaftlich, aber auch geschichtlich zu bieten hatte. Gerne wäre ich länger als zwei Tage geblieben, kann mir aber gut vorstellen wiederzukommen. Für jeden der gerne trinkt, Natur mag und Gefallen findet an tollen Sonnenuntergängen…Nordirland bzw. Irland ist genau das Richtige für euch.

***Anfahrt: Wir haben uns in Dublin bei Hertz einen VW Polo gemietet und haben für den Trip inklusive Tank, 40 Euro pro Person gezahlt. Mit Hertz habe ich bisher immer gute Erfahrungen gemacht und der Service ist auch top. Beachtet den Linksverkehr in Irland und Nordirland!

***Wetter: Wir waren Ende März in Nordirland und hatten Glück mit dem Wetter. Bis auf einen Tag wo es bitterkalt war, hatten wir immer Sonnenschein. Unbedingt notwendig ist aber windabweisende Kleidung, eine Mütze und ein Schal. Ihr seid an der Küste und dementsprechend zieht es auch.

***Belfast:

Die BlackCab Tour kosten pro Person 15 Pfund und sind entweder telefonisch oder per Mail buchbar:  http://belfastblackcabtours.co.uk

Das Cathedral Quarter bietet viele Pubs und Restaurants und ist ideal um nach einer Ladung Geschichte ein Guinness zu trinken und Livemusik zu hören. Hier gibt es außerdem super coole Streetart und viele charmante Gassen.

***Dunluce Castle: Die Ruine liegt wunderschön an der Küste gelegen und bietet einen tollen Ausblick aufs Meer. Allerdings kostet der Eintritt 5 Pfund Eintritt. Ähnlich schöne Küstenabschnitte findet ihr in Nordirland überall, deswegen reicht es völlig die Burg von außen zu besichtigen.

***Ballylinny Cottage: Die Cottages liegen nur knapp 10 Minuten Fußweg entfernt vom Giants Causeway. Der nächste Ort ist Bushmills, ein super süßes kleines Örtchen mit Pubs, Metzger und Cafés.

Das Team von Ballylinny war super freundlich und aufmerksam und ich fand das Preis-Leistungsverhältnis einfach unschlagbar. Ihr könnt in der Unterkunft selbst kochen, es gibt einen Kamin und eine eigene Terrasse mit Blick aufs Meer. Im Sommer kann man sogar einen Tennisplatz nutzen (http://www.giantscauseway.co.uk).

***Giants Causeway: Wenn möglich versucht früh morgens oder erst zu Sonnenuntergang die Wanderung zu machen, da ihr dann die Busse aus Dublin vermeidet. Festes Schuhwerk sind außerdem zu empfehlen. Schöne Geste der Nordiren: Giants Causeway kostet keinen Eintritt.

***Carrick-a-Rede: Eintritt um die 8 Pfund, eher nicht lohnenswert, da viel zu viele Touristen.

 

 

 

 

 

8 Gedanken zu “Nordirland in 48h

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